Ratgeber - Kfz-Teilkaskoversicherung
 
   



Leistungsumfang
Im Gegensatz zur Kfz-Haftpflichtversicherung ist die Teilkaskoversicherung nicht gesetzlich vorgeschrieben. Zu empfehlen ist der Abschluss einer Teilkasko-Versicherung insbesondere immer bei neueren Autos.

Die Teilkasko sichert den Versicherungsnehmer gegen elementare Schäden, zum Beispiel, den Diebstahl des Wagens oder von Fahrzeugteilen, Glasbruch, Fahrzeugschäden durch Naturgewalten wie Sturm, Hagel, Blitzschlag oder Überschwemmung, Kurzschlussschäden oder Haarwildschäden, ab.

Der Diebstahl von nicht fest im Auto eingebauten Gegenständen ist nicht versichert, ebenso keine
Gegenstände die nicht zum unmittelbaren Zubehör gehören wie: Straßenkarten, Musikkassetten, CD’s, Hausrat, Garagentoröffner. Als Zubehör anerkannt sind dagegen: Kindersitze, Schonbezüge, Skihalterungen, Autoradios und Boxen. Als Zubehör gelten auch Fotoapparate unter 50 Euro, da sie als Beweismittel bei Unfällen sehr nützlich sind.

Von der Kaskoversicherung (Teil- und Vollkasko) wird nur der so genannte Wiederbeschaffungswert, ersetzt, also der jeweilige Wert des Gegenstandes, zum Zeitpunkt des Diebstahls bzw. der Beschädigung.
Bei Diebstahl des Fahrzeugs gilt zudem ein zusätzlicher Abzug von 10 Prozent, wenn das Auto nicht mit einer von der Versicherung anerkannten, elektronischen Wegfahrsperre ausgerüstet ist.

Wird das Fahrzeug in einer Fachwerkstatt repariert, werden alle Reparaturkosten bis zum Wiederbeschaffungswert ersetzt. Auch Nebenkosten wie, Abschleppen oder der Transport von Ersatzteilen, fallen unter die Reparaturkosten. Viele Gesellschaften verfahren bei älteren Fahrzeugen nach dem Prinzip „Abzug neu für alt“, das heißt, es wird nur der Zeitwert für die neu eingebauten Teile ersetzt. Ist das Fahrzeug noch keine vier Jahre alt, beschränkt sich der Abzug auf Reifen, Batterie und Lackierung.
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Leistungseinschränkung
Auch in der Teilkaskoversicherung sind alle vorsätzlich herbeigeführten Schäden nicht versichert. Desweiteren sind Schäden die durch grobe Fahrlässigkeit herbeigeführt wurden nichtversichert. Dazu gehört zum Beispiel wenn ein Zweitschlüssel im Fahrzeug verbleibt und dadurch das Fahrzeug entwendet wird. Alle Teile, die nicht im oder am Fahrzeug fest eingebaut sind bzw. die nicht im Fahrzeug unter Verschluss gehalten werden unterliegen ebenfalls nicht dem Versicherungsschutz.
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Beitragsberechnung
Typenklassen: In den Typen-Klassen 10 – 34 sind alle Autos, nach Diebstahlgefahr und Reparaturfreundlichkeit, unterteilt. Niedrige Typklassen sind sehr preiswert, die hohen Typklassen teilweise sehr teuer. Ab der Typklasse 30 wird es bei einigen Versicherern schwierig, überhaupt noch eine Teilkasko-Police zu bekommen.

Selbstbeteiligung: Kaskoversicherungen kann man mit und ohne Selbstbeteiligung abschließen. Da die statistische Schadenhäufigkeit in der Teilkasko bei neun Jahren liegt, lohnen sich durchaus Policen mit Selbstbeteiligung, dadurch reduzieren sich die Beiträge ganz erheblich.
Bei der Teilkasko empfiehlt sich in der Regel eine Selbstbeteiligung von 150,-- Euro bzw. 300,-- Euro. Höhere Selbstbeteiligungen rentieren sich meistens nicht.

Schadenfreiheitsklassen: Bei der Teilkasko gibt es, im Gegensatz zur Kfz-Haftpflicht und auch zur Vollkasko, keine Einstufung in Schadenfreiheitsklassen und somit auch keine Prämienrabatte bzw. Hochstufungen im Schadensfall. Der Beitrag entspricht immer 100 Prozent. Auch ein Schadenrückkauf, also eine Eigenregulierung des Schadens, gibt es in der Teilkasko nicht.
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Schadenregulierung
Diebstahl: Bei Diebstahl eines Fahrzeugs muss der Gesellschaft zunächst der Umstand genügen, dass das Fahrzeug weg ist. Das heißt, es wurde an einem bestimmten Ort abgestellt und später dort nicht mehr vorgefunden. Ist die Versicherung über einen Diebstahl im Zweifel, so muss sie den Gegenbeweis antreten.

Unwetter: Alle Schäden durch Naturgewalten, die unmittelbar auf das Auto einwirken, sind versichert. Schäden, die jedoch auf das durch Naturgewalten ausgelöste Verhalten des Autofahrers zurückzuführen sind, werden dagegen nicht reguliert. Deshalb besteht in der Regel kein Versicherungsschutz, wenn der Fahrer einem umstürzenden Baum ausweicht und bei diesem Vorgang einen Schaden am Fahrzeug herbeiführt.

Wildunfall: Die Lage gestaltet sich ähnlich bei Unfällen durch Wildeinwirkung. Die Versicherer handeln in der Praxis wie folgt: Wegen kleinerer Tiere (Hase, Marder, Kaninchen, Fuchs) darf kein riskantes Ausweichmanöver, mit der Gefahr des Totalschadens, durchgeführt werden. Bei einem drohenden Zusammenstoß mit Rot-, Damm-, oder Schwarzwild jedoch, bei dem die Gefahr des Personenschadens besteht, gilt ein Ausweichmanöver dagegen als berechtigt, der Schaden wird von den Versicherern reguliert.

Übrigens einige Automobilclubs sehen Leistungen bei Wildschäden vor. Diese Leistung kann ergänzend zur Kaskoversicherung in Anspruch genommen werden und man fängt somit meist die Selbstbeteiligung auf.
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Kündigung
Die Kfz-Versicherung ist ohne Einhaltung von Kündigungsfristen kündbar aufgrund eines Fahrzeugswechsels, oder Abmeldung eines Fahrzeuges. Hierzu genügt die Mitteilung über den Verkauf des Kraftfahrzeugs an den Versicherer.

Darüber hinaus besteht die Möglichkeit den Vertrag zum Ende des Jahres d.h. zum 31.12./ 01.01. eines jeden Jahres „ ordentlich“ zu kündigen. Die Kündigung bedarf einer einmonatigen Kündigungsfrist, d.h. sie muss bis zum 30.11. des Jahres beim Versicherer eingehen.

Außerordentlich ist der Vertrag kündbar innerhalb eines Monats nach Bekanntgabe einer Beitragserhöhung.

Im Schadenfall kann gekündigt werden. Die Kündigung kann nach einem Monat nach Schadenregulierung fristlos oder zum Ende des laufenden Versicherungsjahres erfolgen. Im Falle einer fristlosen Kündigung ist allerdings zu beachten, dass dem Versicherungsunternehmen die Prämien bis zum Ende des Versicherungsjahres zustehen. Deshalb sollte eine fristlose Kündigung im Schadenfall gut überlegt sein.
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FSS online AG Quelle: FSS online AG